Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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wie lange, während ich drüben in meinem Dienſt ſo nothwendig bin. Jedenfalls iſt Vorſicht hier dringend geboten.“

Und ſo ſchlich er langſam vorwärts, mit dem einen Fuße behutſam, aber ſicher auftretend, dann lauſchend ſtehen bleibend, ehe er es wagte, den andern nachzu⸗ ziehen.

Daß neben ihm geſprochen wurde, daran war kein Zweifel, und als er die kleine Treppe hinunter und drü⸗ ben wieder hinaufſtieg, vernahm er es deutlicher— dann aber blieb das Murmeln hinter ihm zurück und er ath⸗ mete leichter auf, als er durch den engen, dunkeln Raum trat, der einen Theil des früher erwähnten hohen Kleider⸗ ſchrankes bildete. Hier gebrauchte er die Vorſicht, das Ohr an's Schlüſſelloch zu legen, um einen Augenblick zu lauſchen, und zu ſeinem größten Schrecken nicht nur zu vernehmen, daß ſich die murmelnden Töne offenbar näherten, ſondern auch die Stimme der Madame Watters zu vernehmen, die in ihrer gedehnten, ſalbungsvollen Redeweiſe ſagte:„Nein, meine Liebe, vortrefflicher und bequemer eingerichtet, als das Appartement Ihrer Excel⸗ lenz der Frau Oberſthofmeiſterin, gibt es kein zweites im königlichen Schloſſe. Alle Räume, die zum innern Dienſte erforderlich, ſind ſo hübſch bei einander und ſo ſtill be⸗ haglich nach rückwärts gelegen; ich wäre glücklich, meine