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geſpielten Erſchrecken über das unvermuthete Eintreten Ihrer Majeſtät augenblicklich davon ſtürzen wollte, um Allerhöchſt Derſelben die betreffenden Thüren zu öffnen. Doch wurde ſie daran durch eine leichte Handbewegung der hohen Frau gehindert, die es zuweilen liebte, ihre Damen gänzlich unvorbereitet zu überraſchen— ſo auch heute, und man kann ſich das angenehme Erſchrecken der Oberſthofmeiſterin Ihrer Majeſtät mit Leichtigkeit vor⸗ ſtellen, die grenzenlos freudige Ueberraſchung, als ſie ihre allergnädigſte Gebieterin ſo ganz sans cérémonie bei ſich eintreten ſah.
Nicht ſo ganz behaglich war die Stimmung des kö⸗ niglichen Flügeladjutanten, während er auf den Zehen ſchleichend den früheren Weg wieder zurückſchritt. Er war mit ſich ſelbſt unzufrieden, er war ungehalten auf die Gräfin Wildenow.„Warum brauchte ſie mich heute Morgen da wegen dieſer Lappalie zu zitiren?“ grollte der Undankbare,„warum ſchrieb ich nicht einfach zurück: ‚un⸗ möglich, Madame“?— ah Feſſeln— Feſſeln— Feſſeln, jetzt fehlte nichts mehr, als daß die Watters, in deren Begleitung die Königin kam, draußen bei offenen Thüren mit der Kammerfrau der Gräfin einen Tratſch hält. Wahrhaftig, durch die dünnen Wände höre ich murmeln; gebe der Himmel, daß es in einem der innern Zimmer iſt, ſonſt ſäße ich hier in einer ſchönen Patſche; wer weiß


