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ſchichte die größtmöglichſte Verbreitung zu geben, ſo hätte er ſich wahrlich nicht vor andern Perſonen gegen den König darüber geäußert. War es ihm aber nur um einen Alarmſchuß zu thun, Gott mag wiſſen in welcher Abſicht, ſo wird uns Roſenthal ſtatt der Wahrheit unter dem Siegel der größten Verſchwiegenheit anvertrauen: der Prinz ſei in die jüngſte Tochter des Großmoguls ver⸗ liebt.“
„Ueberhaupt verliebt?“ bemerkte die Gräfin Wil⸗ denow kopfſchüttelnd und in einem fragenden Tone,„ich hätte das nie für möglich gehalten.“
„Ich auch nicht; höchſtens eine Liebe à la Narciß.“
„Irgend eine Aufwallung, eine Leidenſchaft, die eben ſo raſch wieder verflackert, aber gewiß keine Liebe.“
„Das kommt doch wohl hier auf's Gleiche heraus.“
„O nein, ſo ein raſch verflackertes Strohfeuer würde mir ſogar nicht unlieb ſein, es könnte vielleicht dieſen ſte⸗ rilen Boden für eine beſſere Saat empfänglich machen, doch brechen wir davon ab,“ ſetzte ſie hinzu, nachdem ſie abermals einen unruhigen Blick zur Seite geworfen— ———„Dann noch Eins, Leo.—— Weit entfernt davon, Sie oder mich irgend einer Unvorſichtigkeit an⸗ klagen zu wollen, vernahm ich doch neulich und mit tiefem Erbeben eine Aeußerung, die mich zittern machte.“
„Wer that dieſe Aeußerung?“
Hackländer, Geſchichten im Zickzack. II. 3


