Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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„Die Königin ſelbſt. Sie wiſſen, wie ſtreng ſie in ihren Anſichten iſt, Sie kennen ihre Aeußerung, daß mit der Höhe unſerer Stellung im geſellſchaftlichen Leben auch die Anſprüche ſteigen, die man an uns zu machen berechtigt ſei. Sie wiſſen, wie ſtolz ſie darauf iſt, ſich mit Damen umgeben zu haben, an deren Rufe ſelbſt in den Augen des Hofes auch nicht der Hauch eines Makels klebt. Deßhalb Vorſicht, mein Freund! Die größte Vorſicht— ich weiß ganz genau, daß die Gräfin Pom⸗ merhauſen, allerdings eine Tugend erſten Ranges,“ ſagte die ſchöne Frau mit einem reizenden Lächeln—„nach dem Amt einer Oberſthofmeiſterin Ihrer Majeſtät ſtrebt — es iſt ein unglückſeliger Hang da oben, ſeiner intimen Umgebung einen gewiſſermaßen klöſterlichen Anſtrich zu geben.“

„Mit der Pommerhauſen als Aebtiſſin; das wäre nicht ſo übel.“

„Und mit der erſten Kammerfrau Ihrer Mafeſtät, der Frau von Watters, als Schweſter Pförtnerin, ſo⸗ wie auch mit der eiſigen Gräfin Ferrner; ich weiß nicht, warum dieſes junge Mädchen mir einen wahrhaft erkäl⸗ tenden, unheimlichen Eindruck macht. Ich kann nicht anders ſagen, als daß ſie mir nicht nur, wo ſie kann, ihre Verehrung bezeigt, ſondern ſogar ihre Anhänglihkeit. Aber trotz alledem fühle ich auch, wie zuweilen ihr großes,