Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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Seidenſtoffe faltig beſpannt, die Möbel von grauem, amerikaniſchem Ahorn, eben ſo bequem als ohne jede Schnitzerei, und mit dem gleichen blauen Seidenſtoffe wie die Wände überzogen; ein einfacher grauer Teppich, aber vom dickſten Velours, mit kleinen blauen Punkten vollendete das Ganze und zeigte eine ſolch' angenehme Weichheit in der Zuſammenſtellung dieſer beiden Farben, daß eine prächtige, buntfarbige perſiſche Teppichvorlage vor dem breiten Divan faſt ſtörend in dieſer Einfachheit erſchienen wäre, hätte ſie nicht ein glückliches Gegenge⸗ wicht gefunden in der andern Ecke dieſes reizenden Bou⸗ doirs, durch einen Blumentiſch voll der prächtigſten und für dieſe Jahreszeit ſeltenſten Blumen. Es war dieß ſchon ein über alle Beſchreibung behagliches, ja wunder⸗ volles Gemach, und Graf Wieneck ſchien all' die geheimen Wunder deſſelben genau zu kennen, und ſich hier auch ſehr ſicher und wie zu Hauſe zu fühlen; denn kaum hatte ſich der geheimnißvolle Spiegel hinter ihm geſchloſſen, ſo zog er an einer ſchweren Quaſte, welche neben dem⸗ ſelben herabhing, worauf dieſer Spiegel alsbald ver⸗ ſchwand hinter einem blauſeidenen Vorhange, der ſich ſachte vor ihn hinſchob, und dann machte der Eingetre⸗ tene ein paar Schritte gegen einen kleinen Fauteuil neben dem Divan, worauf er ſich niederließ, um das Weitere

zu erwarten.