Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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einem Eckſchrank aufbewahrt, dort ſeine Dienſtmütze ge⸗ nommen und verſchwand alsdann durch eine Tapeten⸗ thür, welche in's Zimmer des Herrn Dippel führte. Dort ſagte er dem Allgewaltigen des innerſten Dienſtes ein paar freundliche Worte, ſein Weggehen betreffend, und betrat hierauf einen ſchmalen, langen Korridor, welcher Tag und Nacht durch Lampen erhellt wurde, und welcher ſich, wie der geheimnißvolle Gang eines Labyrinthes, zwiſchen den verſchiedenen Appartements dieſes Schloß⸗ flügels durchſchlängelte. Dieſer Gang wurde nur von Wenigen und ſehr Eingeweihten benützt. Es gab in demſelben tiefe und mit Vorhängen bedeckte Thürniſchen, in denen man ſich vollſtändig verbergen konnte, wenn man herannahende Schritte vernahm, und wenn man gerade nicht gerne geſehen ſein wollte; doch gehörte ſchon ein feines Ohr dazu, um dieſe Schritte zu vernehmen, da der Boden des Ganges mit dicken Teppichen be⸗ legt war.

Graf Wieneck hatte übrigens nicht weit zu gehen; er wandte ſich einmal rechts um eine Ecke, dann links und ſchlüpfte hierauf hinter einen der eben erwähnten Vorhänge, nicht um ſich zu verbergen, ſondern um ver⸗ mittelſt eines Schlüſſels, den er aus der Taſche nahm, die betreffende Thür recht geräuſchlos zu öffnen und dann

wieder eben ſo hinter ſich zu verſchließen. Das Gemach,