Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
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trefflich geſchlafen hatte ſo lautete die erſte Meldung des dienſtthuenden Kammerdieners an den dienſtthuenden Flügeladjutanten Major Wieneck.

Wird Manchem zu Gute kommen, mein lieber Herr Dippel, ſagte der freundliche Offizier, indem er ſich im Dienſtzimmer der Adjutanten an den Schreibtiſch ſetzte, die dort befindlichen Papiere ordnete und die Liſte Derer durchlas, welche heute zur Audienz vorgemerkt waren. Dabei trafen ſeine Blicke auf einen Namen, bei dem er, ſobald er ihn erblickte, in die Höhe ſchaute, und zwar in das freundlich lächelnde Geſicht des alten, verſtändigen Kammerdieners.

Wen haben wir denn da?

Ich weiß wohl nicht ſogleich, wen der Herr Major meinen? erwiederte Herr Dippel, obgleich er ſich ſtark bewußt war, darin eine Unwahrheit zu ſagen.

Herr von Roſenthal.

Ah, richtig, Herr von Roſenthal war ſchon vor einigen Tagen von Seiner Majeſtät zur Audienz beſtimmt, wurde aber wieder geſtrichen und auf heute beſtellt.

Sonſt nichts Neues, mein lieber Herr Dippel?

Nichts Beſonderes hier im Schloſſe an Stadt⸗ neuigkeiten dagegen wie gewöhnlich kein Mangel.

Die ſich zuweilen auch hierher verirren. O ja, Herr Major, was wollen Sie? Jeder bemüht