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verlangt, in einer ganz hellen Geſichtsfarbe gemalt zu werden, aber einen ſolchen Anſtrich müßte ſie ſich doch ver⸗ bitten. Da ging ihm ein Licht auf, und bei der nächſten Schwarzen zeichnete er die Geſichtszüge allerdings mit einiger Aehnlichkeit, aber mit ſorgfältigſter Schonung in Betreff der platten Naſe und der wulſtigen Lippen, und gab ihr ein Kolorit, woran ſich keine Engländerin hätte zu ſchämen gebraucht, und damit war ſein Glück gemacht. Die farbigen Schönen drängten ſich ſchaarenweiſe heran, um von dem Künſtler gemalt zu werden, der ſo ange⸗ nehm zu ſchmeicheln wußte. Er konnte nach Anſehen der Perſon und der Verhältniſſe fordern, was ihm gut dünkte, und war in kurzer Zeit ein wohlhabender Mann.“
„Und wäre auch durch dieß Verfahren das Problem, Mohren weiß zu waſchen oder wenigſtens weiß zu malen, glücklich gelöst,“ meinte Arthur lachend.
„Wobei es noch die große Frage iſt,“ plauderte Herr von Roſenthal weiter,„ob man dem Neger nicht großes Unrecht dadurch thut, daß man es lächerlich findet, wenn er die helle Geſichtsfarbe für ſich in Anſpruch nimmt. Wer weiß, ob nicht ſein Auge ſo konſtruirt iſt, daß er keinen großen Unterſchied merkt zwiſchen unſerem Teint und dem ſeinigen.“
„Ah, nehmen Sie mir nicht übel, dieſe Behauptung klingt doch entſetzlich paradox.“


