Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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Haben Sie nie von Leuten gehört, die grün für roth, und roth für gelb anſehen?

O ja.

So erklären Sie mir das und ſchlagen Sie dadurch meine Behauptung von vorhin.

Das iſt allerdings ſchwer zu erklären.

Wie ſo Manches in Betreff der Farben, trotz den Forſchungen unſerer größten Geiſter. Schade, daß ich mich in meiner Jugend nicht damit abgegeben habe; wer weiß, ob es mir nicht gelungen wäre, mit einem bisher noch unerforſchten Theil der Farbenlehre in's Reine zu kommen; zum Beiſpiel zu ergründen und wiſſenſchaftlich feſtzuſtellen, warum die rothe Kuh, welche grünes Gras und gelbe Blumen frißt, weiße Milch von ſich gibt.

Oder warum die Sonne den Menſchen dunkel brennt und die Leinwand bleicht, pflichtete der Maler lachend bei.

Ganz gewiß. Oder warum ein ſchwarzer oder brau⸗ ner Prügel auf unſerer weißen Haut rothe, blaue, grüne und gelbe Flecken erzeugt.

Schade, daß Sie kein zweiter und verbeſſerter New⸗ ton geworden ſind.

Allerdings Schade darum; ſpüre ich doch große Talente in mir zu jeder Wiſſenſchaft und Kunſt, mit alleiniger Ausnahme der Ihrigen, in welcher es mir un⸗

Hackländer, Geſchichten im Zickzack. I. 15

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