Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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geweſen, und gerade, weil ſie hübſch war und Talent hatte, fand man all' ihre Tollheiten allerliebſt, ſchmeichelte ihren Eigenheiten, bis ihre Schönheit endlich verblühte, und ſich ihr Talent damals doch nicht als groß genug erwies, um Aufſehen zu erregen. Sie malte zu jener Zeit Blumen und Fruchtſtücke, aber, wie ſchon geſagt, mit keinem großen Erfolge, und ſah ſich nun auf einmal vis-à-vis der Armuth und der Lächerlichkeit. Dem jungen hübſchen Mädchen hatte man immer noch ſeine mittel⸗ mäßigen Bilder abgekauft, und hatte daſſelbe ihrer Ju⸗ gend und Schönheit wegen nicht nur in alle Geſellſchaf⸗ ten gezogen, ſondern auch wegen ihres ausgelaſſenen Weſens möglichſt ausgezeichnet. Das Alles hörte mit einem Male auf, und da war ſie ſchon im Begriff ge⸗ weſen, eben ſo toll zu endigen, wie ſie gelebt, und hatte, an ſich und ihrem Talente verzweifelnd, bereits eine Pi⸗ ſtole für ſich geladen, kam aber vorher noch auf die glückliche Idee, ein recht tolles Bild zu malen, um durch daſſelbe ihre Schulden bezahlen zu können, und entwarf zu dieſem Zwecke ihr ſo berühmt gewordenes Trauer⸗ bouquet.

Ich habe davon gehört, ſah aber niemals auch nur eine Abbildung davon, weder eine Lithographie, noch Kupferſtich.

Es wäre unmöglich, das Bild auf dieſe Art wieder⸗