Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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Ah, die reizende Gräfin Ferrner, rief der Dragoner⸗ offizier,geſtehe, wo Du geweſen biſt, Roſenthal!

Dieſer ſchien bei der Nennung des letzten Namens in der That in Verlegenheit zu gerathen, er bewegte ſich auf ſeinem Stuhle hin und her, zog ſeine mächtigen kohl⸗

ſchwarzen Favorits bis tief auf die weiße Weſte herab,

und ſagte nach einem längeren Stillſchweigen achſelzuckend: Ihr habt da ſo viele und ſehr indiskrete Vermuthungen aufgeſtellt, daß ich wahrhaftig mit der Sprache heraus⸗ rücken muß, um Niemand zu kompromittiren. Nun denn, ich komme ſoeben von Seiner Majeſtät.£

Ah, der Teufel, rief Graf Leo lachend,zu dieſer Stunde!

Zu dieſer Stunde nach dem Diner Seiner Majeſtät; ſeid ihr nun zufrieden, oder verlangt ihr auch etwas zu erfahren über den Vortrag, welchen ich die Ehre hatte vor dem Könige halten zu dürfen?

Alle die Anweſenden, welche Roſenthal näher kannten, lachten herzlich über deſſen Ausſage, doch konnte ſich der Oberſthofmeiſter der Frage nicht enthalten, ob Seine Majeſtät in Uniform geweſen ſei.

Seine Majeſtät war allerdings in Uniform, und zwar in der Uniform ſeines Leibdragonerregiments, aus Artigkeit für den Prinzen Maximilian, Deinen hohen Chef, mein lieber Leo, welcher bei der Familientafel war,