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alte Graf Wieneck,„ſo erinnere ich mich, in Baden⸗Baden einen Baron Breton gekannt zu haben, der, wenn er aus⸗ fuhr, ſeine beiden weiblichen Dienſtboten Livreen anziehen und auf ſeiner Miethkutſche hintenauf ſtehen ließ; es machte ſich das gar nicht übel, da dieſe Dienſtboten ein paar wohlgewachſene, hübſche Mädchen waren, er⸗ regte auch Aufſehen, um das es dem Baron eigentlich zu thun war.“
„So kann man ſich auf ganz leichte und gewöhnliche Art durch eine gute Idee auszeichnen,“ meinte Baron Brenner,„und ſich einen Namen machen; ich habe einen jungen Mann gekannt, von dem eine Zeitlang alle Welt ſprach, weil er, ſo oft er ſich auf der Straße ſehen ließ, am Knopfloch ſeines Rockes ein Kreuz aus Brillanten hängen hatte.“
„War es nicht damals mit dem roſenrothen Walfeld dieſelbe Geſchichte?“ fragte der Oberſthofmeiſter in einem ſehr würdevollen Tone, den er auch bei der zwangloſeſten Unterhaltung beizubehalten liebte.
„O nein, mit dem Herrn von Walfeld hatte es eine ganz andere Bewandtniß; er ging eine ſehr hohe Wette ein, ein ganzes Jahr lang keine andere Farbe an irgend einem Kleidungsſtück als roſenroth zu tragen, und nicht genug damit, auch alle Geräthſchaften, deren er ſich außer dem Hauſe bediente, mußten von der gleichen Farbe ſein.“
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