——
—
— †
—
unfreundliche Empfang eine Wirkung auf unſere gute Laune aus; unſer Lächeln wird ein erzwungenes ſein, und wir werden uns Mühe geben müſſen, um ein Geſpräch mit freundlicher Miene zu beginnen.
Was aber bei dem Eintritt in ein fremdes Haus Zu⸗ fälligkeiten ſind, die ſo auf unſere Stimmung wirken, das bemüht ſich der Erzähler in ſeiner Geſchichte, je nachdem er es braucht, künſtlich hervorzubringen, und wenn wir beim Anfange einer ſolchen von einem freundlichen, licht⸗ vollen Vorplatze leſen, ſo können wir mit ziemlicher Sicher⸗ heit darauf rechnen, zu guten, wohlwollenden Menſchen geführt zu werden, wogegen wir beim Empfang durch zugeſchlagene Thüren, kläffende Hunde und ſcheltende Weiberſtimmen den Schauplatz einer peinlichen Verwicke⸗ lung betreten. Fängt die Geſchichte gar mit der beliebten Verſicherung an, daß ein trüber Novembertag geweſen ſei, Berg und Thal verſchleiert durch dichte, garſtige Nebel, die ſich gegen Abend in einen kalten Regen aufgelöst, den der heftige Wind heulend um die Hausecken gejagt und praſſelnd gegen die ſchlechtverwahrten Fenſterſcheiben, ſo haben wir ſchon etwas Finſteres zu erwarten, und es ſollte uns gar nicht wundern, wenn der junge oder alte Mann, der in dem Stübchen mit den ſchlechtverwahrten Fenſtern in einem Buche leſend ſitzt, auf einen beſonders heftigen Windſtoß horchend, zu gleicher Zeit die Augen


