Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
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von ſeinem Buche erhebt, aufſchauend eine Geſtalt vor ſich ſtehen ſieht, bis unter die Naſe in einen weiten Mantel gehüllt, das Haupt mit einem durchnäßten Schlapphute bedeckt, unter deſſen Rande hervor ihn ein Paar leuchtende Augen finſter anſtarren.

Es iſt eigentlich Unrecht von uns, daß wir ſo ohne Rückhalt von den Geheimniſſen des Handwerks reden, aber wir thun das, indem wir uns ſehr viel auf unſere Ehrlichkeit einbilden, und indem wir den geneigten Leſer gleich beim Anfang unſerer kleinen Erzählung ſogleich in die richtige Stimmung für dieſe Geſchichten im Zickzack verſetzen wollen.

Es iſt allerdings kein heiteres Sonnenwetter, unter deſſen Einfluß wir beginnen, es fächelt keine milde Luft, es leuchtet keine freundliche Sonne, ja es iſt ſogar ein Abend im ſpäteſten Herbſte, und zwar ein Abend mit ſo ungemüthlichem Wetter, daß wir um Entſchuldigung bitten müßten, wollten wir den geneigten Leſer deſſen Be⸗ kanntſchaft im Freien machen laſſen. Mögen deßhalb hinter uns bleiben die naßkalten Straßen, angefüllt mit einem Gemiſch von Schnee und Regen und durchſaust vom Winde; wir betreten ein mäßig großes, aber ſehr feſt und geſchmackvoll erbautes Haus, in welchem uns ſchon der Vorplatz an der Treppe, ein ſanft durchwärmter und hell erleuchteter Raum, auf's Behaglichſte empfängt.

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