Neunundzwanzigſtes Kapitel.
ſtiegen, und einige leuchtende Blitze, welche in jenen Tagen die ſchwarzen Wolken erhellten, zeigten ein großes Ver⸗ brechen in räthſelhafter Form und von einer fabelhaften Ausdehnung; aber das Gewitter war nicht zum Ausbruche gekommen, ſondern es hatte ſich verzogen, und man hörte eines Tages mit Erſtaunen, daß man der Frau von Ri⸗ vola am betreffenden Allerhöchſten Orte eine huldreiche Audienz gewährt und daß dieſelbe darauf zu einem ihrer Brüder, einem Grafen Hartenſtein, auf das Land gezogen ſei. Auch war Ferdinand Welkermann nicht nur aus ſeiner ziemlich langen Haft entlaſſen worden, ſondern man ſah ſich auch veranlaßt, ihm genügende Erklärungen zu geben, ja, man hätte ihn ſogar in ſeinem bisherigen Amte belaſſen, wenn er es kluger Weiſe nicht vorgezogen, in einem anderen Theile der Erde ſein Glück zu verſuchen. Ob er Steffler, an dem nun ebenfalls keine weitere Schuld gefunden wurde, mit ſich nahm, oder ob dieſer allein ſeinen Weg nach Amerika fand, wiſſen wir nicht genau anzugeben.
Herr Merkel hätte darüber allerdings ſowie auch noch über manches Andere, das Geheimniß der Stadt betref⸗ fend, ſogleich ſchon genauere Auskunſt geben können; doch beobachtete er, ſo lange er Polizeirath war, über dieſe Angelegenheit ein ziemlich verdrießliches Stillſchweigen,


