Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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282 Neunundzwanzigſtes Kapitel.

unerklärlichſten Töne? Hatte dort nicht eine Frau Mayer mit vielen ſchönen Töchtern und ſehr vielen ſchönen Nichten gewohnt? War nicht die Frau des alten Dieners Friedrich plötzlich ohne Anzeige und erlangte Erlaubniß hierzu ge⸗ ſtorben, alſo auf eine furchtbare Art ermordet worden? Beweiſe dafür hatten ſich ja genügend in dem unterir⸗ diſchen Gange vorgefunden: große Maſſen flüſſig geweſenen Metalls, die auf eine raffinirte Todesart. ſchließen ließen,

ferner Stricke, Ketten, Beile, kurz, der ganze, vollſtändige

Apparat einer Mörderhöhle!

Daß von all dem Schrecklichen nichts an das Tages⸗ licht gezogen und die Thäter dem ſtrafenden Arme der Gerechtigkeit überliefert wurden, wer mochte ſich darüber wundern! ja, wenn es kleine, unbedeutende Leute geweſen wären aber ſo

Mit welcher Sehnſucht hofften die betreffenden guten Herzen darauf, daß ſich aus allem dem ein recht hübſcher Scandal entwickeln würde, und wie waren ſie entrüſtet, als ſie ſich getäuſcht fanden! Herr von Rivola war aller⸗ dings auf ſeinem Landgute Eichenwald geſtorben, aber eines ganz natürlichen Todes, wie die Betreffenden es mit den glaubwürdigſten Mienen Jedermann verſicherten, der es hören wollte; allerdings war an dem Neuigkeitshimmel der Reſidenz ein ſchweres, prachtvolles Gewitter aufge⸗