Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Neunundzwanzigſtes Kapitel. 281

klar am Tage lag und von einem Dutzend Kaffee⸗ und eben ſo vielen Theegeſellſchaften auf's überzeugendſte feſt⸗ geſtellt wurde, welch inniger Zuſammenhang beſtanden zwiſchen dem Verlangen des Stadtſchultheißen, die Gitter⸗ thür zuzumauern, und jenem ſchrecklichen Vorfalle auf Eichenwald. Daß alle Glieder der Kette, welche zwiſchen dieſen beiden Punkten lagen, ſich eben ſo furchtbar er⸗ gänzten, wer möchte daran zweifeln? gewiß Niemand von denen, die es ſo ſehr liebten, mit fühlendem Herzen bei Kaffee und ſüßem Backwerk den guten Namen ihres Nebenmenſchen gründlich zu zerarbeiten. War es doch ſo klar wie der Tag, daß der Stadtſchultheiß irgend einen Antheil hatte an dem verbrecheriſchen Treiben des alten Freiherrn warum hätte er denn ſonſt, als die Sache zum Ausbruche zu kommen drohte, eine ſo kluge Maßre⸗ gel befürwortet, wie das Zumauern jener Gitterthür? gewiß nicht des ſchlechten Geruches wegen, ſondern einzig und allein um eine feſte Mauer außzurichten zwiſchen ſich und jenem unheimlichen Thurme, in welchem ja Verbrechen verübt worden waren, bei deren bloßem Gedanken jeder tugendhaften Klatſchſchweſter die Haut ſchauderte. Hatte man dort nicht in ſtiller Mitternacht aus dem unterir⸗ diſchen Gewölbe hervor ſo häufig ſchauerliches Klagen und Stöhnen gehört, ſeltſames Geräuſch aller Art, die