Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Neunundzwanzigſtes Kapitel. 277

ihn mit mißtrauiſchen Blicken betrachtet. Das kümmerte ihn indeſſen wenig, denn er konnte ſich denken, wer dieſe Leute waren, und gerade weil er ſie hier umherſchleichen ſah, fiel es ihm um ſo weniger ein, ſeinen Platz zu ver⸗ laſſen.

Endlich fuhren die erſten Wagen durch das Gitterthor, glänzende Equipagen mit reich geſchirrten, prächtigen Pferden und galonirten Bedienten. Sie hielten nach einander droben auf der Terraſſe, und er kannte die vor⸗ nehmen Leute wohl, welche da ausſtiegen und die zuerſt von der Frau des Hauſes allein empfangen wurden. Dann ſah er auch Luey erſcheinen, und ihr Geſicht erſchien ihm bleicher, als der weiße Stoff ihres Gewandes; ſie ſtand an der Hand ihrer Mutter und lächelte den An⸗ kommenden entgegen, aber es war das kein friſches, fröh⸗ liches Lächeln, wie er es an Lucy gewohnt war, vielmehr ein Lächeln, welches hart an der Grenze des Weinens ſtand.

Auch ſchienen ihre umflorten Augen, anſtatt auf den Ankommenden zu haften, über dieſe hinweg in dem Garten umher zu irren; zuweilen auch dünkte es ihm, als zucke ſie ſchmerzlich zuſammen und wende dann ihren Kopf raſcher rückwärts gegen das Schreibzimmer ihres Vaters..