Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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276 Neunundzwanzigſtes Kapitel.

vielleicht zur Hälfte mit einer weißen Flüſſigkeit gefüllt war. Er goß davon etwas in einen kleinen Löffel, den er alsdann behutſam neben ſich hinlegte, worauf er das Kryſtallfläſchchen wieder in den Platinabehälter verſchloß, nachdem er vorher die Flüſſigkeit vermittelſt einer auf ſeinem Tiſche ſtehenden Waſſerkaraffe durch Aufgießen bis zum Rande des Fläſchchens verdünnt hatte.

Sorgfältig brachte er nun die kleine Büchſe wieder an ihren Platz und drückte ein Miniaturporträt ſeiner Tochter Lucy, welches ſich ſtets auf dem Tiſche befand, dicht vor

ſeine Augen vor ſeine umflorten Augen mit den.

zuckenden Wimpern vor ſeine Augen, die, mit Thränen angefüllt, ihm kaum geſtatteten, den kleinen Löffel mit Sicherheit zum Munde zu führen.

Welden war nicht im Stande geweſen, das dichte Ge⸗ büſch zu verlaſſen, in welchem er ſich verborgen hielt und von wo aus er die Terraſſe vor dem Landhauſe, ſowie eines der Fenſter in dem Schreibzimmer des Herrn von Rivola ſehen konnte; ja, er vermochte nicht, ſich hier los⸗ zureißen, obgleich er wußte, daß er nicht unentdeckt ge⸗ blieben, denn von den Bedienten des Hauſes hatten ihn einige in den Park gehen ſehen, und dann waren noch Leute, welche er bisher nie unter der Dienerſchaft be⸗ merkt, mehrere Male an ihm vorübergegangen und hatten