20 Zwanzigſtes Kapitel.
gen, endlich mit der Sprache herauszurücken, ſtatt ſich im⸗ merfort hinter Räthſeln zu verſchanzen!“
„Sie nicht mehr, Herr!“ rief der Offizier in einem brutalen Tone.„Machen Sie ſich nicht noch lächerlicher, als Sie in meinen Augen ſowie in denen jedes Chren⸗ mannes erſcheinen müſſen!— Und nun leben Sie wohl und glücklich, wenn Ihnen das möglich iſt!“
Der Offizier wandte ſich langſam um, um das Zim⸗ mer zu verlaſſen; doch ſprang Welden zwiſchen ihn und die Thür, und ohne ihn mit einer Fingerſpitze zu be⸗ rühren, hielt er ſeine Hand drohend gegen ihn ausge⸗ ſtreckt, wobei er ihm zudonnerte:„Herr, Sie kommen nicht über dieſe Schwelle, bis Sie mich in kurzen, bün⸗ digen Worten klar wiſſen laſſen, was ich umſonſt aus Ihren Reden zu erklären mich bemühe!“
Herrn von Miltau's Hand zuckte nach ſeinem Säbel; doch biß er ſich beſtürzt auf die Lippen, als er die große, kräftige Geſtalt Welden's, der er ſammt ſeiner Waffe nicht gewachſen war, mit einem flüchtigen Blicke nochmals über⸗ ſchaut. Dann ſagte er, ſich verbeugend:„Und nachdem ich Ihr Verlangen erfüllt, werden Sie mir vielleicht er⸗ lauben, mich zurückzuziehen?“
„Gewiß,“ gab Welden nach einem tiefen Athemzuge zur Antwort,„und ich werde mich an das andere Ende


