Zwanzigſtes Kapitel. 19
Ferdinand Welkermann ſoeben in ſeiner Wohnung ver⸗ haftet worden ſei.“
„Unmöglich! Durch wen?“
Herr von Miltau zuckte mit einem verächtlichen Lächeln die Achſeln, während er ſagte:„Sie halten mich eigent⸗ lich für unanſtändig gutmüthig— doch ſei es darum— es war der Polizeirath Merkel, welcher ihn verhaftete.“
„Ah, ich hätte es mir denken können!“
„Gott ſei gedankt, daß Sie das endlich zugeben! Und nun, Herr Welden, bin ich mit Ihnen wohl für ewig Zeiten fertig?“
„Nicht ſo, Herr Lieutenant, nicht ſo!“ rief der Andere mit blitzenden Augen.„Hinter Ihren Blicken lauert et⸗ was, das ich ergründen möchte, ja, das ich ergründen muß, und wofür ich von Ihnen genügende Erklärung zu verlangen das Recht zu haben glaube.“
„Die ich aber keine Luſt habe, Ihnen zu geben, mein lieber Herr Ingenieur. Richten Sie ſich auf, wie Sie wollen, bedrohen Sie mich mit Ihren Blicken, wie Sie mögen, ich in meiner Stellung fürchte nicht, von Ihrer dienſteifrigen Polizei verhaftet zu werden, wie der arme Welkermann!“
„Ich würde doch vielleicht Mittel haben, Sie zu zwin⸗


