18 Zwanzigſtes Kapitel.
2 „Ihres Gegners? Ah, Sie meinen Herrn Ferdinand Welkermann! Warum nennen Sie dieſen Herrn noch im⸗ mer Ihren Gegner, da Sie doch wohl ſelbſt am beſten wiſſen, daß man ihm die Möglichkeit benommen, Ihr Gegner zu ſein?“
„Glauben Sie mir, ich weiß von gar nichts!“
„Ich will ſo freundlich ſein, Ihnen dieſen Gefallen zu thun,“ antwortete der Lieutenant von Miltau mit einer ceremoniöſen Verbeugung und fuhr fort, als er ſah, daß Welden ihm heftig einen Schritt näher trat:„Wenn Sie nämlich ſich ſelbſt den Gefallen thun wollen, mich ruhig anzuhören.“
„Ich bitte, ich bitte!“ rief der Andere mit vor Er⸗ regung zitternder Stimme.
„Ich glaube Ihnen geſtern ſchon geſagt zu haben, daß ich heute mit der Stallaufſicht beehrt bin— ein ange⸗ nehmes Geſchäſt, welches veranlaßt, um vier Uhr ſchon in der Welt zu erſcheinen, ſo vor einer Stunde, wo ich durch den Beſuch des Herrn Beſenbach erfreut wurde, welcher erſchien, um mir mit allen Zeichen einer ſehr glaubwürdigen Ueberraſchung— er betonte das Wort „glaubwürdig“ ſehr ſtark— die Meldung zu machen,
daß das projectirte Duell nicht ſtattfinden könne, da Herr


