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Neunzehntes Kapitel.
machte er die gleiche Probe mit der Fünfgulden⸗Note mit dem nämlichen Erfolge und war ſicher, dadurch den Be⸗
weis hergeſtellt zu haben, daß er es ſowohl bei der Fünf⸗
hundertgulden⸗Note als bei dem im Atelier des Herrn
von Rivola gefundenen Papier mit einem anderen Stoffe
zu thun habe, als das Papier war, deſſen man ſich zur Fabrikation der echten Noten bediene, daß alſo jedenfalls die Fünfhundertgulden⸗Note aus den Händen Ferdinand Welkermann's eine gefälſchte war.
Er fühlte ſein Herz vor Aufregung ſtärker klopfen und erhob ſich raſch, um an das Fenſter zu treten, dort ſeine Blicke auf den einförmigen grauen Winterhimmel zu richten und ſo ſeine Gedanken feſter beiſammen halten zu können. Er hatte nie ſo raſch, ſo ſcharf, ſo folgerichtig überlegt wie in dieſem Augenblicke: ja, ja, daran hatte er keinen Zweifel mehr, die Fünfhundertgulden⸗Note war trotz der Verſicherung des Herrn von Rivola, welcher ſich wohl auch einmal täuſchen konnte, eine gefälſchte; Fer⸗ dinand Welkermann hatte dieſelbe unter ſehr erſchwerenden Umſtänden weggegeben, und wenn dieſer auch nicht bei der Fälſchung betheiligt war, ſo wußte er doch ſicher, daß es gefälſchte Banknoten ſeien, die er ſo leichtſinniger Weiſe verſchleuderte. Weiter wußte er, daß Ferdinand Welker⸗ mann beſonders in letzter Zeit häufig in dem kleinen Hauſe bei dem alten Thurme, wo der bejahrte Diener des Herrn von Rivola hauste, geſehen worden war; ebenfalls


