Neunzehntes Kapitel.
man irgend ein verdächtiges Zeichen an derſelben ent⸗ decken könne.
„Wäre in dem Atelier des Herrn von Rivola etwas Ungehöriges vor ſich gegangen, ſo müßte das vor Jahren geſchehen ſein, denn ich ſah es ja ſelbſt und ganz zu⸗ fällig mit an, in welch' beſtaubtem Zuſtande ſich dort Alles befand— ſo was iſt nicht künſtlich herzuſtellen... oh über die trügeriſchen Blitze, die unſere Umgebung für Augenblicke erhellen, um nachher Alles deſto finſterer er⸗ ſcheinen zu laſſen!“
Er nahm vor ſeinem Schreibtiſche wieder Platz, wo⸗ bei er die vor ſich hingelegten Blätter aufmerkſam be⸗ trachtete. Endlich ſchien ihm ein neuer und nicht unwich⸗ tiger Gedanke gekommen zu ſein: ſeine Mienen belebten ſich auffallend, ſein Auge glänzte wie vorhin am Fenſter, während er eine zweite Schublade ſeines Schreibtiſches öffnete und derſelben zwei Banknoten entnahm, eine zu einem Gulden, eine zu fünf Gulden. Darauf faltete er zuerſt die erſte zuſammen, wie vorhin das Stückchen Pa⸗ pier, und entzündete ſie an dem brennenden Lichte, um ſie gleich darauf wieder ſorgfältig auszulöſchen und zu betrachten.— Ah, da war keine Täuſchung möglich: die verbrannte Stelle dieſer offenbar echten Banknote— denn ſie war aus einem von dem Bureau der Notenfabrikation erhaltenen, noch unberührten Pakete— zeigte einen feinen Streifen, der offenbar bräunlich⸗gelb erſchien. Raſch


