252
Reunzehntes Kapitel.
iſt es nicht möglich, daß er ſich zu irgend einem Experi⸗ mente in dieſer Richtung etwas von dieſem Papiere ver⸗ abfolgen ließ! Wir wollen uns dieſen Punkt notiren 3 eine Anfrage danach kann immerhin nichts ſchaden.“
Er zog bei dieſen Worten ſeine bekannte Brieftaſche hervor und machte die nothwendigen Notizen.
„Anders aber würden ſich die Sachen geſtalten, wenn, entgegen der Anſicht des Herrn von Rivola und meiner Anſicht gemäß, die bewußte Fünfhundertgulden⸗Banknote falſch wäre. Ich komme mit meinem Verdachte immer wieder auf Ferdinand Welkermann zurück, hinter deſſen Namen ſich natürlich die wirklichen Verfertiger verbergen.
„Wäre aber die Fünfhundertgulden⸗Banknote falſch, ſo könnte auch dieſes Papier hier von einer Fälſchung her⸗ rühren und wäre, als im Atelier des Herrn von Rivola gefunden, Verdacht erregend— auf wen aber? Auf dieſen Herrn ſelber? Gott ſoll mich in Gnaden vor einem ſolchen Gedanken bewahren, das würde ſelbſt für den Polizeirath Merkel zu ausſchweifend, zu toll ſein! Aber jene Werkſtatt ſelber, Jahre lang im Beſitze und unter der alleinigen Aufſicht jenes Dieners, der mit ſeinem finſteren, verſchloſſenen Weſen eigentlich nichts Zutrauen Erregendes hatte.
„Vorläufig wollen wir eine zweite Notiz machen, ge⸗ naue Unterſuchung der beſten Fachmänner einleiten, ob ſie dieſe Fünfhundertgulden⸗Note für echt erklären, oder ob
1
V 4


