Neunzehntes Kapitel. 251
dies dasſelbe Stückchen Papier, in welches ich mein wiedergefundenes Augenglas wickelte und das ich gefunden in dem Atelier des Herrn von Rivola— vielleicht aber auch eine wunderbare, wenn gleich unverdächtige Zufällig⸗ keit.... Ah, wer könnte auch Anderes mit jenem NRamen in Verbindung bringen?! Doch forſchen wir weiter— und auf eine ſo einfache Art, daß es mir un⸗ begreiflich iſt, wie ich nicht ſogleich darauf verfiel!“ Er hob raſch das Papier in die Höhe, und als er, es gegen das Licht haltend, hinſchaute, bemerkte er, aber nur am äußerſten Rande, Spuren des ihm ſo wohlbekannten Waſſerzeichens.
Er legte die Hände auf dem Rücken zuſammen und ging nachdenklich auf und ab.
„Hier haben wir es alſo,“ fuhr er in ſeinem Selbſt⸗ geſpräche fort,„unzweifelhaft mit einem Stückchen Bank⸗ notenpapier zu thun, und zwar der Farbe des Brandes nach mit einem Stückchen echten Papiers, da auch jene Fünfhundertgulden⸗Banknote, welche genau dieſelben Brand⸗ ränder hat, nach der Verſicherung eines ſo großen Ken⸗ ners wie Herrn von Rivola echt iſt.... Wie kommt aber ein Stückchen echten, ungedruckten Banknotenpapiers in den Beſitz des Freiherrn? Eine wichtige Frage, doch. im Grunde nicht ſchwer zu beantworten: wie oft hat Herr von Rivola an betreffender Stelle Rathſchläge und Winke, die Notenfabrikation anbelangend, gegeben, und wie leicht


