Neunzehntes Kapitel. 249
meinethalben ſeine Papiere noch ein paar Tage zurück, wenn es ohne Aufſehen geſchehen kann.“
„Und mit Herrn Welden?“
„Das iſt ein eben ſo unangenehmes als ſchwieriges Geſchäft,“ antwortete der Polizeirath, während er im Zimmer hin und her ging, gefolgt von dem zuweilen
ſeltſam aufleuchtenden Blicke ſeines Untergebenen.
„Alſo kann ich darin weiter nichts thun?“
„Nein. Ich danke Ihnen, lieber Schmetterer; was da geſchehen ſoll, muß ich ſelbſt beſorgen.“
Nachdem hierauf der Polizeiagent das Zimmer ver⸗ laſſen, trat Herr Merkel für einen Augenblick an das Fenſter und murmelte mißmuthig, während er auf den Platz hinausſchaute:„Der Teufel hole dieſes Geheimniß! Es iſt ein wahres Unglück, daß man Herrn Schmetterer und Conſorten ſo nothwendig braucht— hat mir da mit ſeinem dummen Stadtklatſch die ganze Laune ver⸗ dorben— ſuchen wir uns einen Sorgenbrecher.“
Dabei trat er an den Tiſch zurück und nahm aus einem dort befindlichen Kiſtchen eine Cigarre, dann, als
er kein Feuerzeug vorfand, klingelte er und ließ ſich eine
brennende Kerze bringen. Der Diener ſtellte dieſe auf den Tiſch und drehte aus einem unbeſchriebenen Stückchen Papier, welches auf dem
Schreibtiſche lag, einen Fidibus, den er angezündet ſeinem
Herrn darreichte.
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