Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Neunzehntes Kapitel. 247

Zeiten in dem alten Thurme Schreckliches getrieben und heute noch treibt, natürlich in Gemeinſchaft mit Herrn von Rivola, deſſen Reichthum, deſſen plötzliches Erſcheinen vor Jahren hier, ja, deſſen blaue Brille Allen ſo ver⸗ dächtig iſt geben Sie nur Acht, lieber Schmetterer, ſogar daß er der Stadt ſein kleines, aber immerhin nicht werthloſes Beſitzthum beinahe zum Geſchenk macht, wird auf's Neue Veranlaſſung geben, ihn zu verdächtigen.

O ja, iſt ſchon geſchehen.

Ihn und ſeinen alten Diener, von dem man ja ohnehin ſchon erzählt, er hätte ſeine Frau umgebracht.

Und mit allen Nebenumſtänden erzählt man das, dadurch, daß er ihr Blei in's Ohr gegoſſen habe will man doch von dieſem geſchmolzenen, erkalteten Blei unter verdächtigenden Umſtänden in dem unterirdiſchen Gange gefunden haben.

Zufällig war es Kupfer, wie ich Ihnen neulich ſchon ſagte ſehen Sie, Schmetterer, wie dieſes alte Weiber⸗ volk Land und Leute hinter einander hetzt.

Und ſchonen nicht einmal ihren Stadtſchultheißen, denn daß er bei allem dem betheiligt iſt, das erfährt man ſehr leicht durch das Augenwinken und Achſelzucken; die gewiſſe Frau, die in dem Häuschen am alten Thurme wohnte, war nicht des Dieners Frau und würde vielleicht am Leben geblieben ſein, wenn man dem Stadtſchultheißen geſtattet hätte, den alten Gang zu vermauern.