Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Neunzehntes Kapitel. 245

„wenn man in gewagten Zuſammenſtellungen zu weit geht, ſo kann es Einem gehen wie einem Reiter, der ſein Pferd muthwillig und unvorſichtig ſteigen läßt, um es zu weiten Sprüngen zu forciren: man läuft Gefahr, zu überſchlagen— laſſen Sie mir den alten Friedrich in Ruhe, das war ein guter und braver Menſch.“

„Den Gefallen kann ich dem Herrn Polizeirathe mit großer Leichtigkeit thun, denn Friedrich, der Diener des Herrn von Rivola, iſt heute in aller Frühe abgereist, und fand ich dieſe ſchnelle Abreiſe ein wenig ſonderbar.“

„Ich durchaus nicht— dem armen Menſchen war der Aufenthalt in dem alten, unheimlichen Hauſe, nachdem obendrein ſeine Frau geſtorben, unleidlich geworden, und da das Haus verkauft wurde— ich war ſelbſt bei der Verhandlung—, ſo begreife ich vollkommen, daß er es ſo bald als möglich verließ.“

„Jawohl, nachdem er Tag und Nacht gearbeitet, um die Gegenſtände in dem ſogenannten Atelier des Herrn von Rivola theils durch Feuer und Hammer zu zerſtören, theils zum Mitnehmen in Kiſten zu verpacken.“

„Auch dieſe Eile finde ich begreiflich, denn der Stadt⸗ ſchultheiß hat ſeine Gründe, ſo bald als möglich im Namen der Stadt von dem alten Thurme Beſitz zu nehmen.“

Hier lächelte Herr Schmetterer ſo auffallend, daß der