Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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244 Neunzehntes Kapitel.

könnte oder er noch auf irgend eine andere Art mit Fer⸗ dinand Welkermann zuſammenhängt?“

„Ich ſehe nicht klar darin,“ gab der Polizeiagent mit einem lauernden Blicke auf das in dieſem Moment höchſt gleichgültig ausſehende Geſicht Herrn Merkels zur Ant⸗ wort;„Steffler iſt mir allerdings ein Räthſel, zu dem ich jedoch noch keine Auflöſung finden kann: Schulden hatte er zwar, doch ſind alle pünktlich bezahlt— mit was für Geld? Darüber ſind die Anſichten verſchieden; ich glaube, mit dem Kapital, welches er von Herrn Ferdinand Welker⸗ mann erhalten, um den Reiſebegleiter der Jungfer Mar⸗ garethe zu machen, Andere aber wollen dagegen behaup⸗ ten, er ſei von einem ſehr vornehmen Herrn unterſtützt worden.“

„Das ſagten Sie früher ſchon: von Herrn von Ri⸗ vola— doch iſt das ganz unverdächtig; dieſer Steffler war ein ſehr geſchickter Kupferſtecher, und wir wiſſen ganz ge⸗ nau, daß Herr von Rivola dergleichen Leute gern pro⸗ tegirte.“

Wiederum leuchtete ein eigenthümlicher Blitz aus den herabfallenden Augenlidern des Herrn Schmetterer auf ſeinen Chef, um abermals auf deſſen gleichgültigem Ge⸗ ſichte wieder zu erlöſchen; dann ſagte er:„Daß Steffler in letzter Zeit viel mit dem alten Bedienten des Herrn von Rivola verkehrte, iſt übrigens unläugbar.“

„Laſſen Sie das, Schmetterer,“ fuhr der Andere fort;