Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Neunzehntes Kapitel. 243

„Er macht ſeinen Bekannten, unter denen ich einige Freunde habe, durchaus kein Hehl daraus, daß er Je⸗ mandem durch ſeine Abreiſe einen großen Dienſt erzeigt.“

„Ei, ei— weiter, Herr Schmetterer!“

Der Polizeiagent ſchlug langſam ſeine Augen auf, mit denen er bis jetzt hartnäckig an ſich hinunter geſchaut hatte, und wer dieſen Blick ſo ohne Verſtellung, wie jetzt, aus dem dummen Geſichte hervorleuchten ſah, dem mußte es ſogleich klar werden, daß er es in Betreff dieſes Ge⸗ ſichtes, ſowie der ganzen einfältigen Haltung des Menſchen mit einer wohlberechneten Maske zu thun habe: dieſer Blick war voll Klugheit, Intelligenz und Bosheit.

„Ja, ja, das deuteten Sie neulich ſchon an, und dieſer Jemand iſt Herr Ferdinand Welkermann— aber glauben Sie in der That, Schmetterer, daß der einzige Zuſammen⸗ hang zwiſchen Beiden jenes junge Mädchen iſt, die Mar⸗ garethe im Hauſe des Stadtſchultheißen?“

„Die dort war, Herr Polizeirath,“ erwiederte der Andere, wobei er das ‚war' ſehr ſtark betonte,„denn Jungfer Margarethe iſt heute Morgen abgereist— zu Verwandten, wie es heißt; ich hätte auch gern ihre Ab⸗ reiſe verhindert, doch war der Herr Stadtſchultheiß ſelbſt ſo gütig, ſich der nöthigen Papiere für die hübſche Mar⸗ garethe anzunehmen.“ 4

„Beantworten Sie mir meine Frage: glauben Sie nicht, daß ſonſt etwas den Steffler zur Abreiſe nöthigen