Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Achtzehntes Kapitel.

Ausgang nähme, als wir hoffen wollen. Sie fordern, und obgleich Herr Welkermann die Wahl der Waffe hat, ſo traue ich dem Herrn von Miltau doch wohl zu, daß er ſich über Piſtolen einigte, denn er weiß ja wohl ſo gut wie ich, daß Sie ein vortrefflicher Schütze ſind.“ „Ich muß jede Waffe annehmen, die mir Herr Welker⸗ mann vorſchlägt, möchte auch, ehrlich geſagt, meine Ueber⸗ legenheit im Schießen nicht gegen ihn benutzen; wenn er nicht ſelbſt Piſtolen verlangt, hoffe ich ihm aber auch mit dem Degen einen Denkzettel zu geben.“ „Den er verdient und auch erhalten wird, mein lieber wackerer Freund, wenn Sie im entſcheidenden Augenblicke nicht zu weichmüthig ſind.... Glauben Sie mir, lieber Welden,“ fuhr Herr von Rivola fort, nachdem er einen Moment zum Fenſter hinausgeſchaut,„ich habe durchaus kein Intereſſe daran, ob Sie ſich mit Herrn Welkermann ſchlagen oder nicht, eben ſo wenig, ob dieſer allerdings leichtſinnige und unverſchämte junge Menſch etwas Tüch⸗ tiges abkriegt oder nicht, ja, ich möchte Sie um Alles in der Welt nicht noch mehr gegen ihn aufreizen, denn Sie haben, weiß Gott, gegründete Urſache, ihn vor die Mün⸗ dung Ihrer Piſtole oder ohne Schonung vor die Spitze Ihres Degens zu nehmen— wie geſagt, weit entfernt davon, Ihren gerechten Zorn zu ſteigern, kann ich Ihnen doch nicht verſchweigen, daß die Ihnen angethane Be⸗ leidigung eine ſo ausgeſuchte, eine ſo intenſive iſt, daß