218 Achtzehntes Kapitel.
gulden⸗Note zu verbrennen, Anlaß zu ſeiner Einmiſchung gab, der alsdann jene Beleidigung folgte, welche der junge Ingenieur mit etwas gerötheter Stirn und leuch⸗ tenden Augen erzählte. Doch hätte man in dieſem Au⸗ genblicke glauben können, der Freiherr von Rivola, der Zuhörer, ſei bei dieſer Angelegenheit eben ſo betheiligt, wie der Erzähler, denn er ſaß nicht nur hoch aufgerichtet da, lauſchend mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit, ſondern die Erregtheit in ſeinen Zügen drückte ein ganz beſon⸗ deres Intereſſe aus. Er hatte mit den Händen die Lehne ſeines Seſſels erfaßt und beugte ſich vornüber, als wolle er jedes Wort, ja, jeden Gedanken von den Zügen des Anderen ableſen. Endlich aber, als jener geendigt, ſtrich er langſam mit der Hand über die Augen und ſagte, ſich wieder in ſeinen Stuhl zurücklehnend und ſich gewaltſam faſſend:„Das iſt ſehr ſtark unter Freunden!“
„Wenigſtens unter Bekannten.“
„Und was thaten Sie heute Morgen darauf?“
„Ich that, was ich thun konnte, und ſandte in der Perſon des Oberlieutenants von Miltau einen Zeugen an Herrn Ferdinand Welkermann, um mit ihm das Nähere
zu beſprechen.“ „ Und dieſer Zeuge?“
„War noch nicht wieder zurück, als ich meine Woh⸗ nung verließ.“
„Ah, mein lieber Freund, Sie hätten noch warten


