Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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232 Neuntes Kapitel.

Herr von Rivola, welcher ſich langſam erhoben hatte. Vergiß nicht, heute Abend die ausgebrannten Kohlen noch einmal zu unterſuchen, ob nichts mehr übrig geblie⸗ ben iſt.

Unbeſorgt; Sie kennen meine Vorſicht.

Gewiß, mein alter Friedrich, antwortete Herr von Rivola, indem er ſeinem Diener die Hand reichte, und gerade deine Vorſicht und Treue iſt es, welche es mir leichter macht, die Laſt meines Gewiſſens zu tragen.

Ich trage ſie gern mit Ihnen und gewiß ohne Eigennutz, erwiederte der alte Mann achſelzuckend.Kom⸗ men Sie nur zu uns, wenn Sie eines Troſtes bedürftig ſind.

Wie du zu mir kommen ſollſt, wenn du irgend einen Wunſch haſt für dich oder deine arme Frau.

Friedrich machte eine abwehrende Geberde, was aber ſein Herr nicht ſah, da er ſich in dieſem Augenblicke ab⸗ gewandt hatte, um ſeinen Hut vom Tiſche zu nehmen wir brauchen ſo wenig, die alte Frau und ich, und haben ſo viel!

O, ihr ſeid reich und glücklich!

Ich nicht ſo ſehr, als die arme Frau; ſie iſt reich und glücklich, gnädiger Herr. Sie weiß wenig von der ſchlimmen Welt und hat in ſich einen Schatz, von dem ſie mir häufig mittheilt. Deßhalb ſagte ich vorhin, ſetzte er mit leiſer Stimme in bittendem Tone und mit einem