Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Q:x

Neuntes Kapitel. 229

ſei dieſelbe von dem Hauptkaſſirer als vollkommen unver⸗ dächtig erklärt worden ob mir das eine Beruhi⸗ gung war!

Am anderen Tage wechſelte ich zehntauſend Gulden auf der Bank und bekam dieſelbe Note wieder. Darüber ſind nun Jahre verfloſſen, die Noten in meinem Beſitze haben ſowohl durch das lange Liegen in meiner Mappe als auch durch kleine Nachhülfe vollkommen das Anſehen von Papiergeld bekommen, welches längſt im Umlaufe war, die Platten ſind zerſtört von deiner Treue bin ich überzeugt, und ſo glaube ich denn, was das anbetrifft, der Zukunft mit Ruhe entgegenſehen zu können. Und doch liegt es wie Felſenlaſt auf meiner Bruſt, und doch bin ich ſeit einer Stunde ein ganz anderer Menſch ge⸗ worden. Zittere ich doch beinahe bei dem Gedanken, meine Frau wiederzuſehen und meine Lucy, meine arme, gute Lucy mit den offenen, ehrlichen Augen! Iſt es mir doch zu Muthe, als trüge ich das Zeichen des Verbrechens auf der Stirn! Ja, Friedrich, dieſes furchtbare Gefühl kann ich nicht los werden, und ich habe in Einem fort das Bedürfniß, mit der Hand über jene Stelle zu fahren, wo ich eine rothe, verrätheriſche Stelle ahne!

Wer wird ſolchen Gedanken nachhangen, gnädiger Herr? Wenn Sie damals ſo ſprachen, erſchöpft, aufgeregt von der Arbeit, ſo konnte ich das begreifen.

O nein, wenn ich damals arbeitete, ſo konnte ich mir