228 Neuntes Kapitel.
glänzende Helle, welche aus der unterſten Ofenthür her⸗ vorſtrahlte.
„Ich ſagte dir damals ſchon,“ bemerkte Herr von Rivola, nachdem er ein paar Minuten ſchweigend da ge⸗ ſeſſen,„daß ich die Platten zerſtören würde, ehe ich mich entſchloſſen, von dem erſten Abzuge derſelben einen Ge⸗ brauch zu machen— von dem erſten Abzuge ſollte ich eigentlich nicht ſagen, denn ich machte damals einen ein⸗ zigen, um die Sorgfalt der Arbeit zu probiren, kam aber wieder in ſeinen Beſitz.“
Obgleich dieſe Worte an den alten Diener gerichtet waren, ſo ſprach doch Herr von Rivola, als rede er mit ſich ſelber, wobei er den rechten Arm auf die Lehne des Stuhles geſtützt und den Kopf darauf gelegt hatte, wäh⸗ rend er in den glühenden Wiederſchein des Feuers ſtarrte. „Ich ſandte dieſe Tauſend⸗Gulden⸗Note an den Polizei⸗ direktor, ohne mich zu nennen— er ſammelte damals für die Ueberſchwemmten—, und ich wußte es ſo einzurichten, daß ich ihm einen Beſuch machte, während gerade jener rief bei ihm einlief, und hatte dabei das ungeheure Glück, den Bankdirektor dort zu finden, welcher, das Er⸗ ſtaunen des Beamten über die reiche Gabe theilend, die Banknote etwas mißtrauiſch betrachtete; ja, er nahm ſie mit ſich und erzählte mir am andert Abend bei einer Soiree des Kriegsminiſters, er habe allerdings im erſten Augenblicke die Echtheit dieſer Banknote bezweifelt, doch
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