Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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außerordentlich bewandert und beleſen.

Neuntes Kapitel. 221

farbige Bleiſtifte, Rabenfedern und Tuſchnäpfchen, Grab⸗ ſtichel, Radir⸗ und Gravirnadeln, daneben in einem an⸗ deren Behälter Loupen der verſchiedenſten Größe und Faſſung.

Gegenüber, auf der anderen Seite des Thurmzimmers, ſah man eine kleine Bibliothek rein techniſcher Werke, Schriften über Kupferſtecherkunſt, Baukunde, Mechanik, Daguerreotypie, Farbendruck, Anleitung zur Papierberei⸗ tung. Unter der Etagsre, auf welcher dieſe Bücher ſtan⸗ den, war ein kleiner Tiſch mit einem Reibſteine für Farben und neben demſelben verſchiedene Porzellanſchüſſelchen mit Reſten von Druckerſchwärze und anderen farbigen Sub⸗ ſtanzen.

An den Wänden des Gemaches hingen Abdrücke von Radirungen und Lithographieen, alles Arbeiten des Herrn von Rivola aus früheren Jahren; hier war ſeine Werk⸗ ſtatt, ſein Studirzimmer, hier hatte er ſich ehedem aus Liebhaberei in den verſchiedenſten Künſten verſucht und auch vor der Welt, d. h. vor Leuten, die ſich für ſo etwas intereſſirten, durchaus kein Hehl daraus gemacht; ja, er ſetzte einen Stolz darein, daß ſeine Bekannten es wußten, er ſei ein eben ſo geſchickter Landſchafts⸗ wie Portraitmaler, ein tüchtiger Zeichner, Lithograph, Kupfer⸗ ſtecher, Drechsler, Chemiker, Uhrmacher, Mechaniker, Schloſſer, kurz, in allen derlei Künſten und Wiſſenſchaften