Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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218 Neuntes Kapitel.

ein Zimmer des gleichen Hauſes, indem wir uns gerade befinden. Dieſe Thür aber ſowie die ganze Wand des Treppenhauſes war nur dazu da, um die Rundung des alten Thurmes zu verbergen, welcher mit ſeinen mächtigen Quadern gleich dahinter begann; hier war auch eine zweite Thür, mit einem rohen Spitzbogen geziert und mit einer eiſernen Thür verſchloſſen, die Friedrich öffnete, worauf beide in ein rundes, leeres Gemach traten, welches eine Treppe enthielt, die aufwärts und abwärts führte. Die Beiden ſtiegen auf derſelben zuerſt in den unteren Raum, deſſen Decke gewölbt war und welcher ein ziemlich helles Licht durch vier der ſchon oben erwähnten ſchmalen und vergitterten Fenſter empfing, die ſo hoch über dem Boden angebracht waren, daß ſelbſt Jemand, der von außen herangeklettert wäre, nicht bis auf den Grund dieſes Ge⸗ maches hätte ſehen können. Auf einer Seite deſſelben ſah man hier eine Feuereſſe mit einem ganz vollſtändigen Schloſſergeräthe, mit Amboß und Schraubſtöcken, deren Kamin mit einem des angebauten Hauſes in Verbindung ſtand, ſo daß man ſelbſt wenn hier unten gearbeitet wurde, keinen Rauch aus dem alten Thurme hätte aufſteigen ſehen können. Doch ſchien die ganze Einrichtung lange Jahre nicht gebraucht worden zu ſein; auf dem Amboß und den Schraubſtöcken lag Staub und an den früher gewiß ſehr blank und reinlich geweſenen Werkzeugen hatte ſich hier und da der Roſt angeſetzt.