Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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216 Neuntes Kapitel.

fälligkeit, daß Sie mich in der That beſchämen— ſeien Sie verſichert, daß es mir ein wahres Vergnügen geweſen iſt, einem ſo angenehmen jungen Manne, dem Sohne eines werthen Bekannten, gefällig zu ſein— bitte, zu Hauſe meine beſten Grüße zu ſagen!“

Bei dieſen Worten hatte Herr von Rivola Ferdinand bis zur Hausthür begleitet und ſich hier mit einem herz⸗ lichen Händedrucke von ihm verabſchiedet; dann trat der alte Mann raſch in das Zimmer zurück und ſtellte ſich an das Fenſter, von wo er Herrn Welkermann nachblickte, der mit leichten, elaſtiſchen Schritten, in gehobener Haltung ſeinen Spazierſtock ſchwingend, von dannen eilte.

Doch war Herr von Rivola nicht der Einzige, welcher ihm mit den Augen folgte; im oberen Stockwerke hatte auch Madame Mayer den Fenſtervorhang etwas auf die Seite geſchoben und ſagte dann zu ihrer Tochter, welche hinter ihr ſtand:„Bei wem mag ſich der Welkermann unten im Hauſe ſo lange aufgehalten haben? Vielleicht hat ihn der Alte ausgeforſcht, weiß Gott, ihm am Ende ſelbſt das Geld geliehen, denn der junge Herr läuft davon, als hätte er Kapitalien in ſeiner Taſche.“

Herr von Rivola drunten ſchien in dieſem Augenblicke von ernſten, ja, finſteren Gedanken überwältigt worden zu ſein: der Würfel war gefallen, er hatte eine Saat einge⸗ ſtreut, die verderblich für ihn aufgehen konnte. Er griff mit der Hand haſtig nach dem Fenſterriegel, um das,