Neuntes Kapitel. 215
Summe anvertrauen wollen, ſo will ich ſie Ihnen unter der Hand umſetzen.“
Herr von Rivola dachte einen Augenblick nach, dann ſagte er:„Wenn Sie ſo freundlich ſein wollten, Herr Wel⸗ kermann, ſo können Sie mir dadurch gerade jetzt einen Gang erſparen; ich brauche für zehntauſend Gulden kleinere Scheine: Fünfer, Zehner, Fünfziger, Hunderter, wie Sie es gerade haben— macht es Ihnen keine Mühe, mir dieſe umzu⸗ wechſeln?“
„Nicht die geringſte, nur hätte ich dabei eine kleine Bitte, die nämlich, nicht darüber zu reden— ich kann durch eine ſolche Umwechslung unter der Hand durchaus in keine Ungelegenheit kommen, aber es ſoll gerade nicht ſein; wenn Sie alſo nicht verlangen, daß ich mit dem Hauptkaſſirer, einem alten, widerwärtigen Brummelbären, der wie ein Angehöriger der heiligen Inquiſition zu forſchen und zu fragen pflegt, darüber reden ſoll, ſo beſorge ich Ihnen das ſelbſt, jetzt und ſo oft Sie wollen.“
„Beſten Dank! Hier ſind alſo zehn Stück Tauſender, oder zwölf Stück, die ich gerade bei mir habe.“
„Und mit dem Scheine werde ich Ihnen heute noch die Gelder übermachen.“
„Damit Sie aber mit dem Verpacken keine Mühe haben, ſo bitte ich, das Paket einfach verſiegelt meinem alten Diener hier zu übergeben.— Nein, nein, Sie brauchen mir nicht zu danken, es iſt das eine ſo unbedeutende Ge⸗


