Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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214 Neuntes Kapitel.

noch zwölfhundert Gulden in kleinen Banknoten in meiner Brieftaſche finden zu können.“

Herr von Rivola griff nach dieſen Worten in ſeine Brüuſttaſche.

„Bitte recht ſehr,“ ſagte Ferdinand lächelnd und ſetzte in einem Tone hinzu, aus dem zu hören war, wie wohl es ihm that, Herrn von Rivola mit ſeiner amtlichen Stel⸗ lung imponiren zu können:„Das Umwechſeln der Bank⸗ noten iſt ja mein tägliches Geſchäft, allerdings zuweilen unter Tantalusqualen— aber was will man machen?“

„Ah, richtig, Sie ſind auf der Kaſſe der königlichen Bank ſelbſt beſchäftigt.“

„Nur ausnahmsweiſe, aber häufig— man liebt es, den Sohn des Stadtſchultheißen zu dieſen Geſchäften zu verwenden, die allerdings ein gewiſſes Zutrauen erheiſchen.“

„Ich verſtehe das vollkommen; es muß ein anſtrengen⸗ des Geſchäft ſein, ſo einen ganzen Tag lang Zahlungen zu machen und Gelder einzuziehen.“

„Das iſt das Geſchäft des Hauptkaſſirers; da habe ich gewöhnlich leichtere Arbeit: die Banknoten zu ſortiren, die Pakete zu ſiegeln und einzutragen.“

„So kann ich mich alſo, wenn ich einmal in den Fall komme, eine größere Summe in kleinere Abſchnitte umzu⸗ wechſeln, direkt auf der Bankkaſſe an Sie wenden?“

„Das wohl nicht, dazu iſt der Hauptkaſſirer da; aber wenn Sie mir in einem ähnlichen Falle die betreffende