Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Neuntes Kapitel. 213

ich, mir über die ganze Summe gelegentlich einen Schein auszuſtellen.“

„Das auf keinen Fall, Herr Baron,“ erwiederte eifrig Herr Welkermann;„die zwölfhundert Gulden acceptire ich, aber keinen Heller weiter, und werde mir erlauben, Ihnen den Reſt von achthundert Gulden heute noch zuzuſchicken.“

„Wie Sie wollen— damit wir uns aber ganz ver⸗ ſtehen, will ich Ihnen auch neben der Freundſchaft für Sie und Ihre Eltern noch einen anderen Grund ſagen, welcher mich und mit Freuden dazu beſtimmt, nicht nur heute, ſon⸗ dern auch ſpäter Ihren Banquier zu machen. Als die Perſon da oben einzog, wußte mein alter Diener nichts von dem Gewerbe, welches dieſelbe betreibt; ich erfuhr es ſo eben erſt, als ich Sie eintreten ſah, worauf mir Friedrich ſagte, daß Sie ſchon einige Male dort oben geweſen ſeien. Nun kann's mir aber nicht gleichgültig ſein, daß mit dem Sohne eines Freundes in meinem Hauſe ein ſo ſträflicher Wucher getrieben wird— Sie ſehen daraus, wie ſehr ich Egoiſt bin, und ich muß deßhalb Ihren Dank aufs ent⸗ ſchiedenſte zurückweiſen.“

„Darf ich mir alſo erlauben, Ihnen den Schein und den Reſt von achthundert Gulden hieher zu ſchicken oder hinaus nach Eichenwald?“

„Wohin Sie wollen; ſollte es Sie aber im geringſten geniren, dieſe Tauſender wechſeln zu laſſen, ſo glaube ich,