Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. 21

perſönliche Bemerkung zu einer ſelbſtändigen Rede auszu⸗ dehnen.“

Leichtes Beifallsmurmeln von verſchiedenen Seiten des Tiſches und halb unterdrückte Bravo's, welche von dem unterbrochenen Redner, nachdem er gegen den Stadtſchult⸗ heißen eine ſteife Neigung mit dem Kopfe gemacht, durch einen wilden Blick des Haſſes erwidert wurden, worauf er ſich alsdann ſo hart und gewaltſam auf ſeinen Stuhl niederließ, daß dieſes ſehr ſolide Möbel bedenklich unter ihm krachte.

„Meine Herren,“ lispelte nun der Stadtrath Spitzler, „wenn auch die perſönliche Bemerkung meines verehrten Collegen in mehr als einer Beziehung Verletzendes für mich enthielt, ſo bin ich es mir ſelbſt und dieſer achtbaren Ver⸗ ſammlung ſchuldig, mit Stillſchweigen darüber hinwegzu⸗ gehen und mich der wichtigen Angelegenheit, die uns hier vereinigt, wieder zuzuwenden. Meine Herren....“

Wahrſcheinlich der Anſicht huldigend, die der Amts⸗ diener drunten über die Reden des Seifenſieder⸗Ober⸗Zunft⸗ meiſters ausgeſprochen, daß dieſelben gewöhnlich ſehr lang und wäſſerig, nur das einzige Gute hätten, daß man ja nicht auf ſie zu hören brauchte und es in der Gewohnheit des Redners lag, ſchließlich das allenfalls Genießbare ſeines Vortrages mit kurzen Worten zu wiederholen, hatte ſich der Stadtſchultheiß über einen aufgeſchlagenen Aktenfascikel hingebeugt, ſcheinbar, als ſtudire er darin, in Wahrheit aber nur, um die empfangenen Briefe und Zettel durch⸗