Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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20 Erſtes Kapitel. in ihren Bemühungen, mit Geiſt und Stimme für das Beſte der Stadt zu ſorgen.

Ja, mit Geiſt und Stimme; denn daß es der erſtere nie allein thut, hat der ſchmächtige Seifenſieder⸗Ober⸗Zunft⸗ meiſter Herr Spitler erfahren, weil ſein weiches, geſchmei⸗ diges Organ nicht einmal im Stande geweſen war, den laut ausgeſtoßenen Ah und Oh der Gegenwärtigen zu widerſtehen, noch weniger aber der perſönlichen Bemerkung ſeines ganz beſonderen Feindes, des Metzger⸗Ober⸗Zunft⸗ meiſters Herrn Krampler, welcher es dem Collegen Stadt⸗ rath nie verzeihen konnte, daß er einmal behauptete, der ſchlechte Geruch ſeiner Seife ſei durch verdorbenes Fett des Herrn Krampler entſtanden.

„Meine Herren,“ donnerte der letztere,„wenn mir auch allerdings der Herr Stadtſchultheiß das Wort nur zu einer perſönlichen Bemerkung gegeben, ſo frage ich Jeden, dem das Wohl der Stadt am Herzen liegt, ja, jeden Bieder⸗ mann, ob er wohl im Stande iſt, nach den Bemerkungen unſeres verehrten Collegen zu ſchweigen, ohne den perſön⸗ lichen Bemerkungen ein paar allgemeine anzuhängen— meine Herren....“

„Herr Stadtrath Krampler,“ unterbrach ihn hier der Herr Stadtſchultheiß mit einer nicht ſehr lauten, aber, da er ruhig ſprach und jedes Wort genau betonte, ſehr ver⸗ nehmlichen Stimme,„der Herr Stadtrath Spitzler hat das Wort, und ich kann Ihnen nie erlauben, eine geſtattete