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glaubten, daß nicht die Hälfte Platz habe. Am erſten Abend machte es ihm Spaß, uns alle dieſe Geräthe, Teller, Gläſer, Meſſer, Leuchter, Theeſervice zu zeigen, und er blieb ſich auch in dieſer Gefälligkeit gegen uns faſt immer gleich. Doch hatte er dafür eine Menge anderer Eigen⸗ heiten, die uns oft lächerlich vorkamen, ja oft verdrüßlich machten. So hatte er mit ſeinen drei Bedienten ein ewiges Gezänke, und wenn ſie nicht auf ſeinen Wink flogen, quälte er ſte bis in die Nacht hinein mit allerlei unnöthigen Aufträgen, oder beſtrafte ſie, ſo wie auch ſeine Ka⸗ meeltreiber mit tüchtigen Schlägen, wozu er ſeinen Steigbügelriemen gebrauchte. Seinen Kammerdiener und Koch, der ein Grieche war, aber gebrochen franzöſiſch ſprach, beſtrafte er meiſtens mit Worten, wobei wir uns des Lachens kaum enthalten konnten. So ſagte er ihm z. B., und auch eben nicht im beſten Fraszöſiſch:„N'est ce pas vous étes une bêéte. Gites mois, que vous des une bèête? Eh bien parlez donc: je suis une béte!“ Das trieb er ſo lange, bis der arme Kerl ſagte:„je suis une béte!“ Und dann gab er ihm zur Antwort: „Ah oui, grande bete!“ Dann verlangte er auch von ſeinem Be⸗ dienten, daß ſeine Befehle buchſtäblich, wie das engliſche Geſetz, be⸗ folgt würden. So hatte er einmal einen großen Korb mit Fiſchen ge⸗ kauft, und befahl: dieſe ſollten zum Abendeſſen gebraten werden. Ein großer Theil derſelben erſchien auch wirklich auf's Beſte zubereitet, und ehe die Schüſſel noch geleert war, waren wir Alle vollkommen geſäͤt⸗ tigt. Der Kapitän legte ſich auf ſeinen Teppich hin und vertraute mir: er habe etwas zu viel gegeſſen. Während er ſo da lag und an die Decke des Zeltes hinauf ſah, kam ihm ein Gedanke. Er rief den Koch und fragte ihn, ob er auch die Fiſche alle gebraten habe. Dieſer antwortete: er habe außer denen, die zu uns in's Zelt gekommen ſeien, auch für ſich und die andern Bedienten einen Theil zubereitet; doch ſei immer noch eine gute Portion im Korb übrig geblieben. Darauf fing der Kapitän ganz ruhig mit ihm die bekannte Unterredung an:„Niest ce pas, vous êtes une béte“ etc. und da er befohlen habe, daß die Fiſche alle gebraten werden ſollten, ſo möge er gleich die übrigen noch zurichten. Da half keine Widerrede, und obgleich es ſchon ſpät war, wurde doch ein neues praſſelndes Feuer angemacht und die Fiſche ge⸗ braten. Ungefähr um Mitternacht, als wir Alle ſchliefen, brachte der Koch die Schüſſel ins Zelt, weckte ſeinen Herrn, der einen davon ver⸗ ſuchte und ſie dann wieder hinaustragen ließ.
Eine andere große Eigenheit des Mannes war, daß er uns an⸗ fangs erklärte, er verſtehe nur engliſch und franzöſiſch. Wir ließen daher oft unſerer Zunge freien Lauf, und ſagten in deutſcher Sprache Manches über ſeine Eigenheiten, was gerade kein Kompliment für ihn war, und am Schluſſe unſerer Wüſtenreiſe offenbarte er uns, daß


