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ob die Steine auch alle ächt ſeien, und was ſie wohl gekoſtet hätten. Redſchid Paſchah, als ein gewandter Mann, ſtellt der Dame die letzte Frage mit Uebergehung der erſten und erhält darüber eine ausführliche und beſtimmte Antwort; denn ſie liebte es ſehr, die ungeheuern Summen anzugeben, die der Schmuck wirklich gekoſtet.
In Konſtantinopel gab es zur Zeit unſeres Aufenthaltes wenig Engländer. Auch hatten wir auf dem Dampfboote Crescend, das uns nach Beirut brachte, keinen in unſerer Geſellſchaft. Doch kamen wir in Marmarizza, wo die ganze engliſche Flotte damals lag, mit mehren zuſammen und fanden jetzt wieder einzelne Exemplare faſt auf unſerer ganzen Reiſe. In Beirut lag noch die engliſche Artillerie, die am Hafen unter großen grünen Zelten campirte; ſie hatte ihre Küche zwiſchen zwei hohen Mauern aufgeſchlagen, worin es immer ungemein lieblich roch. Hier lebten die Söhne Albions herrlich und in Freuden, denn ihre Schiffe kreuzten beſtändig auf der Rhede und verſahen ſte mit dem Nöthigſten; auch die Einwohner ließen ihnen vorzugsweiſe die beſten Sachen zukommen; denn„die Ingleſe,“ wie ſie von dem Volk genannt wurden, hatten ſich durch ihre gewaltigen Bombardements
in großen Reſpekt geſetzt, und dieſer Name war beſonders an der ſy⸗
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riſchen Küſte ein Zauberwort, mit dem man überall durchkam.
Oft wenn wir durch die Bazars oder über die Plätze Beiruts wandelten, blieben die kleinen Buben um uns ſtehen, und erſt nach⸗ dem ſie uns ſattſam betrachtet, riefen ſie:„Ingleſe, Ingleſe, puff, puff!“ und liefen ſchreiend davon. Wenn man die engliſchen Sol⸗ daten und Seeleute nicht ſchon an ihrer Kleidung erkannt hätte, ſo hätte man ſie doch ſicher an ihrem Benehmen von den andern Natio⸗ nen unterſchieden; denn während der Franzoſe lachend und ſchwadro⸗ nirend umherſchlenderte und der öſterreichiſche Seemann vor jedem gut gekleideten Franken freundlich grüßend an den Hut griff, ſtarrte der Engländer mit dem kalten nüchternen Geſicht die Häuſer und den Himmel an und rannte Jedem in die Seite, der ihm nicht auswich. Die Offi⸗
ziere und Gentlemen, die neben dem Genuß des guten Porters und
Roaſtbeaf, das ihnen von den Schiffen verabreicht wurde, auch zu⸗ weilen ein geiſtiges Vergnügen haben wollten, ſtellten deshalb mit⸗ unter in der Ebene hinter der Stadt große Jagden an, zu denen ſie ſich anfänglich einen lebendigen Schakal hatten kommen laſſen. Doch dieſes Thier, kaum in Freiheit geſetzt, zog ſich ſchleunigſt in die Schluchten des Gebirgs zurück, wohin ihm die engliſchen Jagdliebhaber nicht folgen konnten, weßhalb ſie ſich in der Folge eines Hundes be⸗ dienten, der beſſer in der Ebene blieb und wo ſie das Vergnügen, ihn zu hetzen, länger genießen konnten.
Noch vor unſerer Abreiſe von Beirut wurden die Kanoniere ein⸗


