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Menſchen aus; nur hatte er Kinn und Hals ebenfalls in einer großen Binde verwahrt, und trug den Hut ſehr auf dem Hinterkopfe.*
Die Ungarn und Wallachen, die auf dem Schiffe waren, fühlten ſich durch die Ausbreitung des engliſchen Comforts noch weit unbe⸗ haglicher als wir. Sie drückten ſich an die Schiffswände und wagten es kaum, über das Verdeck zu gehen. Doch ging die Sache ſo lange gut, als wir uns auf dem Zriny befanden, der genug Kajüten hatte, um den ausgebreiteten Forderungen der engliſchen Herrſchaft Genüge zu leiſten. Sobald wir aber unterhalb Orſova durch das eiſerne Thor auf Kähnen ſchiffen mußten, und dann auf ein anderes Dampfboot, die Panonia kamen, ſo geriethen Seine Herrlichkeit ſehr in Verlegen⸗ heit, denn da das Schiff nur drei Kajüten hatte, eine für die Damen, eine für den erſten und eine it den zweiten Platz, von denen nur die erſtere kleine abgetheilte Schlafſtellen hatte, ſo mußte der Lord ſich entſchließen, die Nacht in unſerer Kajüte zuzubringen. Anfänglich hatte er lange Debatten mit dem Kapitän, die wir zu unſerm großen Er⸗ götzen mit anhörten, und trotzdem daß die Dampfſchifffahrtsgeſellſchaft alles Mögliche gethan hatte, um die Engländer zufrieden zu ſtellen, beklagte ſich doch der Lord über ſchlechte und unaufmerkſame Behand⸗ lung auf den Donauſchiffen. 2.
Den erſten Abend auf der Panonia konnte er ſich lange nicht ent⸗ ſchließen, mit uns ein gemeinſchaftliches Schlafgemach zu beziehen, ſon⸗ dern ſpazierte lange auf dem Verdeck umher, und als es gegen neun Uhr anfing zu regnen, mußten ſich fünf bis ſechs ſeiner dienſtbaren Geiſter mit aufgeſpannten Regenſchirmen oben hinſtellen, unter denen er hin und her ſpazierte. Doch bald wurde ihm das Wetter zu
aarg und wir ſaßen gerade bei einem Glaſe Punſch, als der Kapitän
hereintrat und uns lachend aufforderte, auf die Anſtalten Achtung zu geben, die er jetzt machen müſſe, um dem Lord ein würdiges Nacht⸗ lager zu bereiten. Die Thür öffnete ſich und ein Paar betheerte Schiffs⸗ jungen kamen herein, die ein großes Flaggentuch trugen, das ſie wie eine ſpaniſche Wand an den Ecken der Kajüte befeſtigten und ſo ein abgeſondertes Zimmerchen bildeten. Der Kapitän hatte, um einen Spaß zu machen, eines mit den engliſchen Farben gewählt, was aber Seine Herrlichkeit ſehr günſtig aufnahm und ſich wohlgemuth dahinter zur Ruhe begab. Bei Ruſtſchuck verließen wir das Dampfboot, um von da unſere Reiſe zu Land über Schumla und Adrianopel nach Konſtantinopel fort⸗ Auſetzen. Einigemal hatte die Lady den Wunſch geäußert, dieſe Tour benfalls zu machen, und nur den dringenden Vorſtellungen des Kapi⸗ täns, der Paſſagiere und des Herrn Gemahls, der keine Luſt verſpürte, das bequeme Schiff zu verlaſſen, daß ſte auf der ganzen Tour mit den 6


