198 Siebzehntes Kapitel.
als ſei Se. Durchlaucht, der Herzog Alfred von D. incog⸗ nito in der Stadt.— Ich kann Sie verſichern, Herr Ba⸗ ron von Wenden, daß daran kein wahres Wort iſt.“
„Avis au lecteur!“ 4
„Allerdings. Und ich gab ihm mit einer tiefen Ver⸗ beugung zur Antwort:„Wenn mich Ew. Excellenz das verſichern, ſo muß ich es natürlicher Weiſe glauben.“— Aber mein Lächeln, mit dem ich dieſen Satz begleitete, ſagte ihm genug.
„Ich fürchte,“ ſprach Herr von Fernow nachdenklich, „der Augenblick, in dem Baron Rigoll anfing, dieſe An⸗ gelegenheit zu betreiben, war für ihn kein Augenblick des Glücks.“
„Ganz meine Anſicht,“ entgegnete der Kammerherr und ſetzte hinzu, indem er ſeinen Freund mit einem ſehr
pfiffigen Geſichtsausdruck anſchaute:„Vielleicht war das
für Andere ein Augenblück des Glücks.“
„Das iſt nun einmal ſo in der Welt,“ meinte der Major und wandte ſich vom Fenſter ab, um auf das Ge⸗ wühl des Hofſtaates im Saale zu blicken.„Die Wag⸗ ſchalen des Glücks ſteigen auf und ah, und wenn eine Partei hinunter muß, ſteigt die andere vielleicht hinauf.“
„Wenn nur wir bei der letzteren ſind,“ verſetzte g⸗
chend der Kammerherr.—— In dieſem Augenblicke hörte man ziemlich entfernt etwas wie das Ziſchen eine
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