Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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194 Siebzehntes Kapitel.

ſeien vor einer Viertelſtunde nach des Letzteren Wohnung zurückgefahren. Wer weiß, wo ſie ſich unterwegs auf⸗ gehalten. Nun gut, ich fahre dorthin zurück. Niemand da, verſichert mich der Kammerdiener des Barons, wobei er die Achſeln bis an die Ohren emporzieht. Du kennſt nun mein unverwüſtliches Phlegma bei ſolchen Angelegen⸗ heiten. Ich ſage alſo dem Kammerdiener: gut, wenn Nie⸗ mand da iſt,-ſo werde ich mir erlauben zu warten bis Jemand kommt. Man führt mich in den Salon und ich ſetze mich in einen Fauteuil und ſtelle Betrachtungen an über die Vergänglichkeit alles Irdiſchen.

Gewiß ſehr ſchöne Betrachtungen! entgegnete der Major ungeduldig,die du mir ſpäter hoffentlich nicht vorenthalten wirſt. Aber ſpäter, ſpäter!

Wenn wir wieder zuſammen Dienſt im Vorzimmer haben, lachte der Kammerherr.O du Narr des Glücks! Da ſitz ich alſo eine Weile, und um zu zeigen, daß ich durchaus keine Eile habe, richte ich mich ſo häuslich wie möglich ein; ich nehme eine Zeitung und fange ſorgfältig bei den telegraphiſchen Depeſchen an.

Weiter! Weiter!.

Den Teuſel auch! Treib' mich nicht ſo. Was ich dir hier nur in der Kürze erzähle, hat mich wahrhaftig viel länger aufgehalten.

Das glaube ich dir gern, erwiderte der Major,