Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Augenblicke des Glücks. 193

den Schloßplatz überſehen konnte, zu ſchaffen und blickte zuweilen mit geſpannter Aufmerkſamkeit dort hinab. End⸗ lich ſchien das zu kommen, was er erwartete. Es fuhr ein Wagen die Rampe hinauf und hielt unter dem Haupt⸗ portal. Herr von Fernow dirigirte ſich gegen die Eingangs⸗ thür des Saales, und als hier gleich darauf Baron von Wenden eintrat, faßte der Major deſſen Arm und ging ſo langſam als möglich, um kein Aufſehen zu erregen, zwiſchen den Umherſtehenden durch bis nach einer der Fenſterniſchen, wo er den Freund in die hinterſte Ecke zog und ungeduldig ſagte:Nun, was bringſt du? Du biſt lange genug ausgeblieben.

Möglich, daß es dir lange vorgekommen iſt, ver⸗ ſetzte der Kammerherr,für mich war es auch kein kurz⸗ weiliges Geſchäft, aber ich habe gethan, was eine menſch⸗ liche Zunge und acht Pferdebeine zu thun im Stande ſind. Puh! damit blies er wie echauffirt von ſich und fächelte mit ſeinem Uniformshute ſich einige Kühlung zu.

Du haſt ihn alſo nicht getroffen?

O ja, ich traf ihn, aber erſt nach mehrmaligem Hin⸗ und Herfahren. Zu Hauſe hieß es, er ſei vor einer Viertel⸗ ſtunde weggefahren, nach Warrens Hötel, wo Graf Hoch⸗ berg wohnte. Ich eilte dorthin, was die Pferde laufen konnten. Vor dem Hauſe ſtand der Reiſewagen des Grafen, die Bedienten packten emſig auf, antworteten mir aber auf

meine Frage, beide Herren, der Graf, ſowie Se. Excellenz Hackländer. Der Augenblick des Glücks. II. 13 4 3*